Problem und Lösung
Die Kanalsanierung ist der jüngste und zukunftsträchtigste Bereich unseres Unternehmens. Insbesondere die grabenlose Sanierung beschädigter Kanäle aller Durchmesser, der Kanalschächte, sowie von Kanalhausanschlüssen gehört zu unserem Spezialgebiet.
Allein das öffentliche Kanalnetz der Bundesrepublik ist fast 400.000 km, das private, einschließlich aller Kanalhausanschlüsse, sogar ca. 800.000 km lang. Undichte Abwasserkanalnetze stellen eine große Umweltbelastung dar. Kanalrohre weisen Risse auf, oder die Muffenverbindungen der einzelnen Rohre sind defekt. Die Folge davon ist, dass entweder das Abwasser aus dem Kanal in den Untergrund und anschließend in das Grundwasser gelangen, oder Grundwasser in die Kanalhaltungen einsickern kann. Allein rd. 330 Mio. qm Abwasser aus kommunalen Kanälen versickern pro Jahr in den Untergrund. Baumwurzeln dringen durch die Risse in die Rohre und Verhindern einen ordentlichen Durchfluss. Die Folgen sind Verstopfungen der Leitungen und Überschwemmungen. Seit einiger Zeit gehen die Städte und Gemeinden, aber auch private Kanalnetzbetreiber, dazu über, ihre teilweise schon sehr alten Kanäle mittels TV-Untersuchung von innen zu begutachten und Schadenspläne zu erstellen. Dabei stellt sich immer mehr heraus, dass selbst relativ neue Kanalhaltungen (5-10 Jahre) sich in einen sehr schlechten Zustand befinden. Geschätzt wird, dass mindestens 35 % des öffentlichen Kanalneztes in der Bundesrepublik sanierungsbedürftig sind. Im privaten Bereich, vor allem bei den Kanalhausanschlüssen liegen die Schätzungen noch wesentlich höher.
Aufgrund des gestiegenen Umweltbewustseins und damit verbundener schärferer Bestimmungen werden die Kommunen in den nächsten Jahren dazu übergehen, auch die Hausbesitzer aufzufordern, ihre Kanalhausanschlüsse auf Dichtigkeit überprüfen zu lassen und gegebenenfalls zu sanieren.
§ 45 BauO NW schreibt dazu vor:
Abs. 1
Abwasseranlagen sind so anzuordnen, herzustellen und instandzuhalten, dass sie betriebssicher sind und Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen können.
Abs. 4
Abwasserleitungen müssen geschlossen, dicht und, soweit erforderlich, zum Reinigen eingerichtet sein.
Abs. 5
Im Erdreich oder unzugänglich verlegte Abwasserleitungen zum Sammeln oder Fortleiten, ... , sind nach Errichtung oder Änderung von Sachkundigen auf Dichtheit prüfen zu lassen. Die Dichtheitsprüfung ist in Abständen von höchstens zwanzig Jahren zu wiederholen.
Abs. 6
Abs. 5 gilt auch für bestehende Abwasserleitungen.
Gleichzeitig wird den Gemeinden ein Ermessen eingeräumt, die Zeiträume für die erstmalige Überprüfung der Anschlüsse zu verkürzen, wenn dies im Zusammenhang mit dem Ausbau oder der Instandhaltung der örtlichen Kanalisation steht und der Gefahrenabwehr dient. Früher war einzig die Auswechselung der beschädigten Kanalhaltung möglich. Diese Möglichkeit ist jedoch mit großem Aufwand und Kosten verbunden. In der Folge immer knapper werdender Mittel wurde nach kostengünstigen, gleichwertigen Alternativen gesucht.
Unterschiedliche Sanierungsverfahren ermöglichen es, nahezu alle Schäden, vom Wurzeleinwuchs über Rohrverschiebungen bis hin zu gebrochenen Rohren und defekten Hausanschluss-Stutzen, von innen zu reparieren.
Die Vorteile der Alternativen zur herkömmlichen Kanalauswechselung liegen auf der Hand:
1. Keine Oberflächenzerstörung
D.h. keine Zerstörung von Wege- und Pflasterflächen, keine Beschädigungen in Gärten und sonstigen Anlagen.
2. Kosten
Durch moderne, umweltverträgliche Materialien ist es möglich, die beschädigten Kanäle und Hausanschlüsse dauerhaft und mit geringen Kosten von innen zu sanieren.
3. Schnelligkeit
Allein die Möglichkeit der Schadensbeseitigung ohne den vorhandenen Kanal oder Hausanschluss freizulegen spart Zeit. Ebenso entfällt das Neuverlegen von Kanalrohren, das Verfüllen der Baugrube und die Wiederherstellung der Oberfläche.
4. Umweltverträglichkeit
Gearbeitet wird mit modernsten Techniken und Materialien, die auf ihre Umweltverträglichkeit in Labors ausgiebig geprüft und getestet wurden.
5. Keine Verkehrsbeeinträchtigung
Viele Kanäle liegen unter verkehrsträchtigen Strassen und Hauptverkehrsadern. Straßensperrungen und Umleitungen führen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs. In Großstädten können U-Bahnschächte und Versorgungsleitungen das Freilegen der Kanäle erschweren und führen immer wieder zu lang andauernden Verkehrsbehinderungen. Durch den Einsatz von Sanierungsgeräten für die Innensanierung entfällt die großflächige Einrichtung von Dauerbaustellen und Verkehrsumleitungen.
Abflusshindernis; Wurzeleinwuchs;-rechter Kämpfer;
20% Querschnittsreduzierung (HP - R20 -).




